Freiheit kann sich nur im Rahmen einer Ordnung entfalten. Erst eine Gesellschaft, die Autonomie und Selbstentfaltung für den einzelnen Menschen und gesellschaftliche Gruppen sicherstellt und fördert, kann als frei bezeichnet werden. Offen zu sein für Veränderungen bedeutet, den Wettbewerb zwischen Ideen und Werten zuzulassen. Denn nur wenn es Vielfalt in den Auswahlmöglichkeiten gibt, ist wirkliche Wahlfreiheit gegeben.
Eine offene Gesellschaft ist von Toleranz geprägt. Andere Weltanschauungen, Sitten und Gewohnheiten werden akzeptiert und respektiert. Diese Toleranz endet jedoch dort, wo Anschauungen mit universellem Wahrheitsanspruch zu Tage treten, insbesondere wo jene Grund- und Freiheitsrechte in Frage gestellt werden, die die Basis der offenen Gesellschaft ausmachen.
Du bist reif genug, deine eigenen Entscheidungen zu treffen. Du bist stark genug, zu ertragen, dass deine Mitmenschen anderer Meinung sind, andere Weltanschauungen vertreten, anders leben und anders handeln, als du es für richtig hältst, solange sie dir das selbe Recht zugestehen. Du wehrst dich gegen jede Form der Diskriminierung.





